Pinot Noir Edenkobener Schwarzer Letten - Weingut Stefan Meyer - Biowein
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Dieser Spätburgunder vom Weingut Stefan Meyer stammt aus der Einzellage Edenkobener Schwarzer Letten an der Südlichen Weinstrasse in der Pfalz. Der Name der Lage spricht für sich: ein schwerer, tonhaltiger Letten-Boden, der im Vergleich zu den leichteren Lössböden der Region einen kraftvolleren, dichteren und strukturierteren Pinot Noir hervorbringt. Auf ausgewählten Parzellen stehen burgundische Klone mit teilweise über 9.000 Rebstöcken pro Hektar – einer kompromisslosen Pflanzdichte, die jeder einzelnen Rebe weniger Trauben und dafür mehr Tiefe mitgibt. Die kleinbeerigen Klone aus dem Burgund sind eigens für diese Stilistik selektiert. Das Weingut arbeitet konsequent biodynamisch und ist Demeter-zertifiziert – ein echter Pfälzer Biowein im besten Sinne, gelesen ausschliesslich von Hand.
Im Glas zeigt sich der Wein in einem dunklen, leuchtenden Rubinrot. In der Nase entfalten sich Sauerkirsche und Cassis, getragen von einer feinen, zurückhaltenden Würze – ein Hauch schwarzer Pfeffer, getrocknete Kräuter und eine zarte Anmutung von Waldboden. Am Gaumen wirkt der Wein dicht und füllig, mit weichem, geschmeidigem Tanningerüst und einer strukturierten, frischen Säure. Das Finish ist lang, kraftvoll und kühl mineralisch.
Die Trauben werden unzerquetscht in den Gärbehälter gebracht und spontan auf der Maische vergoren, mit einer Maischegärung von 14 bis 18 Tagen – lang genug, um Farbe, Frucht und Tannin schonend, aber tiefgreifend zu extrahieren. Anschliessend reift der biodynamische Spätburgunder 12 bis 14 Monate in kleinen Eichenholzfässern, in denen er Feinheit, Struktur und seine ruhige, würzige Tiefe entwickelt. Mit einem moderaten Alkoholgehalt von 12,5 % vol, präsentieret der Schwarzer Letten sich trocken, präzise und mit echter burgundischer Statur. Der konsequente Demeter-Anbau und ein minimalistischer Kellerstil halten den Wein klar und unverstellt - ein Pinot Noir, der seinen Boden erkennen lässt.
Ein Pfälzer Spätburgunder mit Ernst, Klarheit und Struktur. Wir empfehlen ihn bei 16–18 °C; gib ihm ein wenig Zeit im Glas, dann zeigt er seine ganze Tiefe.