Grande Reserve Riesling Brut Nature - VDP.Weingut Peter Lauer
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Dieser GRANDE RÉSERVE 1984 vom VDP.Weingut Peter Lauer ist eine Rarität, wie sie nur wenige Häuser weltweit überhaupt anbieten können: ein Riesling-Reifesekt aus den Grand-Cru-Lagen rund um Ayl, der über sechsunddreissig Jahre lang in den tiefen Gewölbekellern unter dem historischen Jugendstilhaus der Weinkellerei Joh. Förster in Trier auf der Feinhefe gereift ist. Die Trauben wuchsen 1984 auf den blauen Devonschieferhängen der besten Saar-Lagen; was damals als ruhiger Grundwein in die Flasche kam, wurde Jahrzehnt für Jahrzehnt zu dem, was es heute ist – ein lebendiges Stück Weingeschichte. Die Produktion ist streng limitiert; jede Flasche ist ein Einzelstück mit historischer Aura.
Im Glas zeigt er sich in einem tiefen, dunklen Goldton mit Bernsteinreflexen. Die Mousse ist nach so vielen Jahren in eine feinste, fast unmerkliche Perlage übergegangen – sie umspielt den Gaumen mehr, als dass sie ihn perlt. Das Bukett ist gross, vielschichtig und ungewöhnlich: Mandelbutter und Macadamia, frisches Nougat, Liebstöckel und getrocknete Kräuter, dazu reife kandierte Frucht und ein dunkler, würzig-erdiger Hintergrund. Am Gaumen wirkt der Wein kraftvoll, herb-trocken und kompromisslos – eine zupackende, fast meereshaft salzige Mineralik trägt das Finish in eine schier endlose Länge. Brut Nature in seiner radikalsten Form.
Der Sekt entstand nach klassischer Champagner-Methode: Einzelflaschengärung, von Hand auf Rüttelpulten gerüttelt, anschliessend mehr als drei Jahrzehnte ungestört bei konstant kühlen acht Grad auf der Feinhefe gelagert. Erst kurz vor der Auslieferung wird er dégorgiert – und ganz bewusst ohne Dosage gefüllt. Brut Nature, weil eine längere Reife auf der Hefe die natürliche Süsse aus dem Wein selbst entwickelt; jede Zugabe würde diese Tiefe nur verdecken. Das Ergebnis ist ein Wein, der nicht beschönigt, sondern erzählt.
Ein Reifesekt für besondere Anlässe – nicht zum nebenbei Trinken, sondern für einen Abend, an dem dieser Wein der Anlass ist. Wir empfehlen ihn ausdrücklich im grossen Burgunder- oder Bordeauxglas, nicht in der Flöte; nur so öffnet sich das Bukett vollständig. Ideal zu gereiftem Wagyu oder Entrecôte, gegrillter Wachtel mit Kräutern, Pilzragout mit Trüffel, gereiftem Comté oder Vacherin – oder ganz solo, als Wein für einen langen, stillen Moment. Trinktemperatur zehn bis zwölf Grad; gib dem Wein im Glas Zeit, er entfaltet sich über eine Stunde hinweg in immer neuen Schichten.