PHYLLIT ist der Einstieg in die Welt von Solveigs — und schon allein damit eine kleine Entdeckung. Jens und Gaby Heinemeyer bewirtschaften nur zwei Hektar bio-zertifizierte Reben in den steilen Schieferhängen zwischen Assmannshausen und Lorch — eine Region, in der Pinot Noir seit dem 14. Jahrhundert wächst, als Mönche die Reben aus der Bourgogne ins Rheingau brachten. Der PHYLLIT vereint Trauben aus diesen Parzellen, vorwiegend von jüngeren Reben unter 15 Jahren — ein Pinot Noir, der die Solveigs-Schule in zugänglicher Form zeigt: leichtfüßig, präzise, mit der unverwechselbaren Spannung des roten Phyllit-Schiefers.
In der Nase elegant und fein: rote Beeren, Kirsche, ein Hauch von Kräutern und die rauchig-mineralische Würze, die nur dieser Schiefer geben kann. Am Gaumen leichtfüßig, klar, mit lebendiger Säure und einer kühlen Eleganz, die sich nach Bourgogne anhört, aber spürbar Rheingau ist. Die Frucht klar, die Mineralität präsent, der Abgang animierend lang.
Im Keller bleibt Jens seinem Prinzip treu — er nennt es "kontrollierte Inaktivität". Spontane Gärung mit traubeneigenen Hefen, keine Schönung, keine Enzyme, keine Säurekorrekturen, minimaler Schwefel. Rund zwei Jahre Reife im Holzfass, dann Flaschenreife, unfiltriert abgefüllt. Alles geschieht in einem 7 Meter tiefen Gewölbekeller in Geisenheim — dort, wo es kühl, still und dunkel ist.
Solveigs ist seit 2013 bio-zertifiziert und bringt insgesamt nur etwa 6.000 Flaschen pro Jahr in die Welt. Bei Wein & Nielsen findest du den PHYLLIT direkt vom Weingut — eine seltene Gelegenheit, einen der eigenwilligsten deutschen Pinots in seiner zugänglichsten Form zu erleben.