Innerhalb des Mickebergs vinifiziert Jens Heinemeyer einzelne Blöcke separat — ein Ansatz, den die Bourgogne seit Jahrhunderten kennt: die Mikroparzellierung als Ausdruck dessen, dass Terroir auf wenigen Metern Unterschied machen kann. Block 6 ist die konzentrierte, strukturierte Interpretation der Lage. Eine winzige Teilparzelle mit alten, bio-zertifizierten Reben über 25 Jahren auf rotem Phyllit-Schiefer, deren Wein jedes Jahr durch ungewöhnliche Dichte und innere Spannung auffällt. Hier zeigt sich die radikalste Form des Mickebergs: nicht offen, nicht gefällig, sondern kompakt, konzentriert, mit der Tiefe, die nur tief verwurzelte Reben in extremer Steillage hervorbringen können.
In der Nase dunkel und konzentriert: schwarze Kirsche, Cassis, Brombeere, Lakritz, feine Pfefferanklänge — und eine dichte, fast erdige Schiefermineralität. Am Gaumen ungewöhnlich konzentriert: dichtes, feinkörniges Tannin, präzise Säure, eine straffe Struktur, die jeden Schluck zusammenhält. Mehr Stoff, mehr Tiefe, mehr Reifepotenzial als bei jedem anderen Solveigs-Pinot. Im direkten Vergleich zu Block 25 zeigt sich Block 6 dichter, kompakter, mit stärker betonter innerer Spannung. Ein Wein für lange Lagerung — wie ein junger Premier Cru, der noch viele Jahre vor sich hat.
Vinifiziert wie alle Solveigs-Pinots: spontane Gärung mit traubeneigenen Hefen, keine Schönung, keine Enzyme, keine Säurekorrekturen, unfiltriert abgefüllt. Mindestens zwei Jahre Reife im Holzfass, anschließend lange Flaschenreife im 7 Meter tiefen Gewölbekeller. Der Unterschied zwischen Block 6 und Block 25 entsteht allein durch das Mikro-Terroir der jeweiligen Parzelle.
Solveigs ist seit 2013 bio-zertifiziert. Block 6 wird in winzigsten Mengen abgefüllt — wenige hundert Flaschen pro Jahrgang. Eine Sammler-Position für alle, die deutsche Pinot-Geschichte miterleben wollen. Bei Wein & Nielsen findest du diesen MICKE Block 6 direkt vom Weingut. Sehr limitiert.